Qualitätssiegel

Begutachtungsverfahren als Basis für die Vergabe des Siegels der Stiftung des Deutschen Akkreditierungsrates

Die Systemakkreditierung ist durch ein zweistufiges Verfahren gekennzeichnet:

Phase 1: Die Begutachtung und Erstellung eines Akkreditierungsberichts mit Beschluss- und Bewertungsempfehlung nach den in der Musterrechtsverordnung bzw. deren Umsetzung in Landesrecht festgelegten Standards wird von der ASIIN organisiert.

Phase 2: Die Zuständigkeit für die Akkreditierungsentscheidung liegt hingegen beim Akkreditierungsrat. Auf Antrag der Hochschule entscheidet der Akkreditierungsrat über die Akkreditierung eines Studiengangs bzw. eines hochschulinternen Qualitätsmanagementsystems. Die Entscheidung erfolgt auf der Grundlage des Akkreditierungsberichts, wobei eine begründete Abweichung von der Gutachterempfehlung möglich ist.

Bei der Benennung von Gutachtern richtet sich die ASIIN nach den „Leitlinien zu der Benennung von Gutachterinnen und Gutachtern und der Zusammenstellung von Gutachtergruppen für Akkreditierungsverfahren“ (Entschließung der 23. Mitgliederversammlung der HRK am 14. November 2017, aktualisiert in der 24. Mitgliederversammlung der HRK am 24. April 2018).

Bei der Erstellung des Gutachtens werden die Vorgaben des Akkreditierungsrates genutzt.

Institutionelle Zertifizierungsverfahren unter Verwendung des ASIIN-Reifegradmodells

"Das ASIIN-Systemsiegel bescheinigt, dass eine Hochschule die institutionellen, prozeduralen und kulturellen Rahmenbedingungen für gute Lehre und erfolgreiches Lernen gewährleistet."

Unserem Ansatz liegt ein Reifegradmodell für Bildungseinrichtungen zugrunde, der sowohl für die institutionelle Akkreditierung als auch für die Evaluation und Auditierung ohne Siegelvergabe genutzt werden kann. Damit ist es möglich, im Zuge des Verfahrens für das ASIIN-Systemsiegel – häufig auch als „institutionelle Akkreditierung“ bezeichnet – den Entwicklungsstand des Qualitätsmanagementsystems einer Bildungsinstitution umfassend zu beschreiben.

Der Auftraggeber erhält in dem Verfahren ein Gutachten, das zeigt, an welchen Stellen Verbesserungspotentiale („Lücken“) hin zu einer höheren Reife ihres Systems vorliegen. Jedes einzelne Kriterium bekommt im Laufe des Verfahrens einen Reifegrad zugeordnet, so dass die Bildungseinrichtung zum Abschluss einen Überblick über den Status hat, aber ebenso ein Benchmarking mit anderen zertifizierten Institutionen möglich ist. Die Zusammenfassung des Berichtes kann dabei wie folgt aussehen:

Basierend auf diesen Einschätzungen kann das Qualitätsmanagementsystem gezielt weiterentwickelt werden - unabhängig davon, ob der Reifegrad insgesamt für eine Siegelvergabe bereits ausreicht.

Das Systemsiegel der ASIIN ist ein internationales Angebot, das unabhängig von einzelstaatlichen Vorgaben konzipiert ist.

Auf Wunsch steht das Angebot auch deutschen Hochschulen zur Verfügung – ggf. in Koordination mit anderen Verfahren der System- und Programmakkreditierung –, um den Erkenntnisgewinn aus diesem Ansatz für die interne Weiterentwicklung nutzen zu können.