Ablauf eines Zertifizierungsverfahrens in der Weiterbildung

Zertifizierungsvorgang

Der Ablauf eines Zertifizierungsverfahrens für Lehrgänge oder Module gliedert sich in drei Phasen:

1. Vorbereitung (Anfrage und Angebot)

Antragsteller Eine Anfrage geht an die Geschäftsstelle der ASIIN. Die Antragsteller sind z. B. gebeten, Vorschläge für die Fachgebiete der Auditoren zu unterbreiten.
ASIIN Sichtung der Anfrage hinsichtlich der Anzahl der benötigten Gutachter.

Auf dieser Basis erstellt die Geschäftsstelle ein Angebot für das Zertifizierungsverfahren.
ASIIN +
Antragsteller
Erteilung des Auftrags zur Zertifizierung durch Zusage der Kostenübernahme durch den Antragsteller oder – auf Wunsch - Unterzeichnung eines gesonderten Vertrags durch beide Parteien.

2. Zertifizierungsantrag (Selbstbewertung mit Dokumentation) und Prüfung

Antragsteller Übergabe des Zertifizierungsantrages bestehend aus Selbstbewertung und Dokumentation über die Erfüllung der Anforderungen an die ASIIN-Geschäftsstelle.
ASIIN
(Geschäftsstelle)
Formale Vorprüfung der Unterlagen des Antragstellers durch die ASIIN-Geschäftsstelle auf Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit. Die ASIIN bietet ein Treffen in ihrer Geschäftsstelle zur Besprechung der Ergebnisse der Vorprüfung an. Alternativ können diese Ergebnisse schriftlich mitgeteilt werden.
ASIIN
(Gutachter)
Die ASIIN stellt ein Gutachterteam zusammen.
ASIIN +
Antragsteller
Durchführung der i. d. R. 1,5-tägigen, bei Clusterverfahren zwei- oder mehrtägigen Begehung an der anbietenden Institution durch das Gutachterteam. Einer der Gutachter bzw. eine Gutachterin übernimmt die Rolle des /der Teamsprechers/in.
ASIIN Übermittlung des Zertifizierungsberichtes (Fassung der Gutachter nach der Begehung) an den Antragsteller zur Prüfung auf sachliche Fehler und zur Stellungnahme.
Antragsteller Stellungnahme des Antragstellers und evtl. Korrekturen und Ergänzungen zum Entwurf des Zertifizierungsberichts.

3. Entscheidung

ASIIN Abschließende Bewertung der Gutachter mit Beschlussempfehlung.

Entscheidung über die Zertifizierung durch den Zertifizierungsausschuss der ASIIN.

Mitteilung der Entscheidung an den Antragsteller.

Übergabe des Zertifizierungsberichts (abschließende Fassung) an den Antragsteller. Übergabe der Zertifizierungsurkunde. Veröffentlichung einer Zusammenfassung und des Zertifizierungsberichts auf der Webseite nach den Vorgaben der ESG.

Follow-Up

Der Umgang mit etwaigen Empfehlungen oder Auflagen aus einem Zertifizierungsverfahren sowie mit wesentlichen Änderungen des geprüften Gegenstands während der Laufzeit eines Qualitätssiegels ist im Detail in der einschlägigen Handreichung zu den Kriterien und Verfahrensgrundsätzen eines Siegels beschrieben.

Gerne beantworten wir alle Ihre Fragen zum Verfahren auch im persönlichen Gespräch!