Verfahren in Akkreditierung und Zertifizierung

Um ein Qualitätssiegel vergeben zu können, führen wir stets ein vordefiniertes externes Prüfverfahren durch. Dabei ist es wichtig, dass die Verfahrensregeln, die für ein bestimmtes Qualitätssiegel festgelegt sind, in jedem Fall eingehalten werden. Nur so sind die Ergebnisse eines Verfahrens über Grenzen hinweg vergleichbar und zuverlässig.

Elemente eines Verfahrens der Akkreditierung und Zertifizierung

Gemeinsam sind allen Verfahren für eines der Qualitätssiegel einige zentrale Elemente wie:

  • die Kombination aus Selbst- und Fremdbewertung
  • der Einsatz von Gutachterteams, die Expertise und die Sicht der maßgeblichen Interessenträger vereinen („peer-review-Prinzip“)
  • der Abgleich des zu prüfenden Gegenstands mit vordefinierten Qualitätskriterien, auf denen ein Siegel beruht
  • die Nutzung vordefinierter Verfahrensgrundsätze, auf denen die Siegelvergabe beruht
  • ein definierter Gremienweg innerhalb der ASIIN bis zur Siegelentscheidung
  • eine durchgängige, professionelle Verfahrensbetreuung durch hauptamtliche Kräfte der ASIIN

Diese Elemente nutzen wir auch für die Durchführung sog. Typ-1-Evaluationen in Studium und Lehre, die sich nach den Standards und Leitlinien für die Qualitätssicherung im Europäischen Hochschulraum (ESG) richten.

Das Verfahrensmodell der ASIIN: singuläre und kombinierte Verfahren

Wir verfolgen ein Verfahrensmodell, das mehreren Zielen dient:

  1. Maßgeschneiderte Lösungen: Jeder Auftraggeber soll Lösungen zur effizienten Kombination der internen Qualitätsarbeit mit externen Qualitätssicherungsmaßnahmen erhalten.
  2. Freiwilligkeit: Jeder Auftraggeber soll für sich frei wählen können, welche der national und international verfügbaren Siegel – auch außerhalb der von der ASIIN vertretenen – erworben werden sollen.
  3. Verfahrenseffizienz: Dabei sollen für alle Beteiligten der geringstmögliche Aufwand sowie die geringstmöglichen internen und externen Kosten entstehen.
  4. Transparenz: Zugleich werden die für ein Qualitätssiegel geltenden Kriterien transparent auch für Dritte eingehalten. Die Entscheidung über die Vergabe eines Siegels ist eindeutig und alleine bezogen auf die maßgeblichen Kriterien gesichert.

Die ASIIN hat sich vor diesem Hintergrund dem „Prinzip anschlussfähiger Verfahren“ verschrieben.  Jedes der angebotenen Qualitätssiegel kann für sich genommen und unabhängig erworben werden.  Zugleich besagt das Prinzip, dass kein Kriterium erneut in einem Verfahren geprüft wird, das bereits zeitnah in einem anderen Akkreditierungs-/Zertifizierungsverfahren abschließend behandelt wurde.

Dieses Prinzip kann auch  Zertifizierungen einbeziehen, die nicht von der ASIIN selbst angeboten werden. Es gehört zu unserem Verfahrensmodell, die Kombination unserer Verfahren  mit denen für andere nationaler oder internationale Siegel zu prüfen und ein entsprechendes Konzept auf Anfrage zu entwickeln.

Anpassung an nationale Systeme und Rechtsräume

Führt die ASIIN Verfahren in Ländern durch, die eigene, staatliche Akkreditierungssysteme im Hochschulbereich vorhalten und diese auch für ausländische Agenturen geöffnet haben, ist die Einbeziehung jeweiliger nationaler  Vorgaben in das externe Qualitätssicherungsverfahren der ASIIN möglich. Gerne prüfen wir für Ihre Hochschule die diesbezüglichen Optionen!