Neue Qualitätskriterien für strukturierte Promotionsstudiengänge und Studiengänge im Maschinenbau

In ihrer Sitzung am 16.03.2021 hat die ASIIN-Akkreditierungskommission erstmalig eigene Qualitätskriterien für strukturierte Promotionsstudiengänge verabschiedet.

In den letzten Jahren haben sich strukturierten Promotionsprogramme sowohl international als auch in Deutschland zunehmend etabliert (die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert alleine jährlich rund 250 Graduiertenkollegs) und sind mittlerweile eine anerkannte Möglichkeit, in thematisch ausgerichteten Arbeitsgruppengruppen etablierte Forschende mit jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zusammenzuführen und die Doktorarbeit in übergreifende Forschungszusammenhänge einzubetten. Dies wird ergänzt durch ein systematisches Studienprogramm, wodurch sich die wissenschaftliche Ausbildung mit einer individuellen Betreuung verbindet.

Die zusätzlichen Kriterien für die Akkreditierung von strukturierten Promotionsprogrammen stützen sich wesentlich auf die “Salzburg Prinzipien”, die das Ergebnis einer Tagung sind, die vom österreichischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft und der Europäischen Vereinigung der Universitäten (EUA) im Februar 2005 in Salzburg, durchgeführt wurde. Diese ursprünglich 10 Prinzipien wurden dann im Oktober 2010 durch den Rat der EUA, der sich aus Vertretern der europäischen Rektorenkonferenzen zusammensetzt, weiterentwickelt, woraus sich die „Salzburg II Empfehlungen“ ergeben haben. Weitere Anpassungen und Ergänzungen haben sich aus den internen Diskussionen mit der ASIIN-Akkreditierungskommission und ihren 14 Fachausschüssen ergeben. Individuelle Promotionsregelungen unterliegen nicht den Akkreditierungsverfahren und werden daher von diesen Kriterien nicht erfasst. Die Kriterien können auf dieser Seite eingesehen werden.

In der gleichen Sitzung wurden auch für Studiengänge im Fachbereich Maschinenbau neue Fachspezifische Ergänzende Hinweise (FEH) verabschiedet. Die FEH sind das Ergebnis einer regelmäßig vorgenommenen Einschätzung durch die ASIIN-Fachausschüsse, die zusammenfassen, was in einer von Akademia wie Berufspraxis gleichermaßen getragenen Fachgemeinschaft als gute Praxis in der Hochschulbildung verstanden bzw. als zukunftsorientierte Ausbildungsqualität im Arbeitsmarkt gefordert wird. Der Fachausschuss Maschinenbau kooperiert eng mit dem Fakultätentag Maschinenbau und Verfahrenstechnik e.V., dem Fachbereichstag Maschinenbau e.V. und der von der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V. und der VDI Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC) getragenen Initiative ProcessNet und erlässt seine FEH in enger Abstimmung mit den von diesen Organisationen definierten Qualitätskriterien.

Um weitere Informationen zur ASIIN Akkreditierung von strukturierten Promotionsstudiengängen oder anderen Studiengängen zu erhalten, besuchen Sie bitte unsere entsprechenden Seiten oder kontaktieren Sie Herrn Rainer Arnold (arnold@asiin.de, 0211 900 977-14).

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